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Of­f­re 19 sur 23 du 25/03/2019, 10:53

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Marx­Mo­bil - Mobi­li­täts­kul­tur, Raum­stra­te­gie, Stadt­ent­wick­lung, Nach­hal­tig­keit

Marx Mobil ist ein ein­jäh­ri­ges Schnitt­stel­len-Pro­jekt mit dem Ziel, nach­hal­tige Mobi­li­tät im Chem­nit­zer Stadt­teil Son­nen­berg zu för­dern. Das ist in Chem­nitz, das zu DDR-Zei­ten als auto­ge­rechte Modell­stadt galt und bis heute den Auto­ver­kehr im Fokus hat, eine Her­aus­for­de­rung.

Wir sind ein vier­köp­fi­ges Team, bestehend aus einer Archi­tek­tin, einer Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin und Infor­ma­ti­ke­rin, einer Jour­na­lis­tin und einem Ver­wal­tungs­wis­sen­schaft­ler. Wir glau­ben, dass nach­hal­tige Mobi­li­täts­kon­zepte gerade in sozio-öko­no­misch benach­tei­lig­ten Quar­tie­ren hilf­reich sein kön­nen, um gesell­schaft­li­che Gren­zen auf­zu­wei­chen. Des­halb haben wir Marx­Mo­bil als Schnitt­stel­len­pro­jekt ent­wi­ckelt.

Der Son­nen­berg ist ein sozio­öko­no­misch benach­tei­lig­tes Vier­tel im Zen­trum von Chem­nitz. Ein Vier­tel im Umbruch, das du als Real­la­bor für deine Feld­for­schung nut­zen kannst. Der Anteil der Arbeits­lo­sen liegt bei 13 Pro­zent, so hoch wie in Gel­sen­kir­chen – der ärms­ten Stadt Deutsch­lands. Leer­ge­zo­gene oder abge­ris­sene Stra­ßen­züge prä­gen den Stadt­teil genau wie die stei­len Hügel, über die er sich zieht. Es gibt zwei Car­sha­ring-Sta­tio­nen mit jeweils einem Auto, keine Rad­wege und der nahe Haupt­bahn­hof ist nicht direkt mit dem ÖPNV erreich­bar. Damit sind die Anwoh­ner:innen, Arbei­ter:innen und Arbeits­lose, Migrant:innen und Geflüch­tete, Stu­die­rende und Krea­tive, abge­hängt von alter­na­ti­ven Mobi­li­täts­an­ge­bo­ten zum Auto.

Ziel des Pro­jekts ist es des­halb unter ande­rem, dass zumin­dest ein Teil der Anwoh­ner:innen alter­na­tive Mit­tel der Mobi­li­tät kennt und sich aktiv mit dem Thema aus­ein­an­der­setzt. Das ist in Chem­nitz, das zu DDR-Zei­ten als auto­ge­rechte Modell­stadt galt, eine Her­aus­for­de­rung, der du dich stel­len kannst.

Marx­Mo­bil ist ein Pro­jekt des asa-FF e.V., der seit über 30 Jah­ren ent­wick­lungs­po­li­ti­sche Bil­dung, inter­na­tio­nale Ver­stän­di­gung und neue Kon­zepte mit den Metho­den des Glo­ba­len Ler­nens för­dert. Der Ver­ein teilt sich mit wei­te­ren Chem­nit­zer Initia­ti­ven wie Krea­ti­ves Sach­sen e.V. und Klub Soli­tär e.V. das Co-Working Space Kabi­nett­stück­chen in der Zie­ten­straße, am unte­ren Ende des Son­nen­bergs. Das Haus liegt direkt gegen­über des Kul­tur­zen­trums Loko­mov e.V., in dem Lesun­gen und Kon­zerte statt­fin­den. Neben Büro­plät­zen und Ate­lier­räu­men ver­fü­gen wir zudem über voll­mö­blierte Künst­ler:innen­woh­nun­gen.

Agents in Resi­dence

Sechs­wö­chi­ger Arbeits­auf­ent­halt in Chem­nitz-Son­nen­berg

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Wir suchen sofort drei Agents in Resi­dence, die sich inno­va­tiv und krea­tiv mit alter­na­ti­ven Mobi­li­täts­kon­zep­ten im Chem­nit­zer Stadt­teil Son­nen­berg aus­ein­an­der­set­zen. Die erste Resi­denz kann bereits zum 1. Mai begin­nen.

Als soge­nannte:r Mobil­täts­agent:in ent­wi­ckelst du kon­struk­tive oder dis­rup­tive Inter­ven­tio­nen im öffent­li­chen Raum, schaffst Irri­ta­tion und damit die Mög­lich­keit zur Dis­kus­sion. Drei die­ser Inter­ven­tio­nen wer­den über einen Zeit­raum von sechs Mona­ten für jeweils sechs Wochen statt­fin­den und durch zwei For­mate zur Betei­li­gung der Anwoh­ner:innen ergänzt. Als Abschluss des Pro­jekts arbei­ten wir einen Stadt­rats­an­trag aus, basie­rend auf den Rück­mel­dun­gen der Anwoh­ner:innen.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Kon­kret suchen wir nach Men­schen, die ihr Wis­sen künst­le­risch und/oder wis­sen­schaft­lich anwen­den, wei­ter­ge­ben und erwei­tern wol­len. Wir freuen uns beson­ders über deine Bewer­bung, wenn du Archi­tekt:in, Hacker:in, Desi­gner:in, Sozi­al­wis­sen­schaft­ler:in, Ver­kehrs­wis­sen­schaft­ler:in bist. Ent­schei­dend aber für uns ist, dass du bereit bist, die The­men Mobi­li­täts­kul­tur, Nach­hal­tig­keit und Stadt­ent­wick­lung Out of the Box zu den­ken und umzu­set­zen.

Un­ser An­ge­bot:

Die Resi­den­zen im Über­blick
  • Drei sechs­wö­chige Auf­ent­halte in den Zeit­räu­men
01.05.19-15.06.19 (Beginn fle­xi­bel)
01.07.19-15.08.19
01.09.19-15.10.19
  • Mate­ri­al­bud­get in Höhe von 2000€ pro Resi­denz
  • Hono­rar in Höhe von 2.500€ brutto pro Resi­denz
  • Büro­platz und Unter­kunft
  • Rei­se­kos­ten (nach Abspra­che)
  • Anbin­dung an lokale Initia­ti­ven und krea­tive Räume im Stadt­teil


Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Wir inter­es­sie­ren uns für Bewer­ber:innen ALLER Fach­rich­tun­gen